Kastrationen von Hund und Katze

Kater und Kätzin werden mit ca. 6 Monaten kastriert.

Beim Rüden sollte man die Geschlechtsreife abwarten.

Die Hündin wird in unserer Praxis in der Regel nach der ersten Läufigkeit (2-3 Monate nach Beendigung der Läufigkeit) kastriert.

Ein nicht kastrierter Kater wird aufgrund seines stark ausgeprägten Geschlechtstriebes in der Wohnung meist unsauber, d.h. er spritzt mit übelriechendem Harn. Wenn er freien Auslauf hat, fällt das Harnspritzen weniger auf. Dafür ist er aber in ständiger Gefahr, in Folge eines Katerkampfes schwer verletzt nach Hause zu kommen oder bei blinder Jagd hinter einer Kätzin her überfahren zu werden. Darüber hinaus ist seine Bindung an den Menschen meist nur sehr schwach ausgeprägt.

Eine nicht kastrierte Kätzin wird regelmäßig rollig, und allein gehalten quält sie sich oft sehr, bis die Rolligkeit vorbei ist. Häufig tritt die Rolligkeit in kurzen Abständen immer wieder auf, weil ein echter Eisprung bei der Kätzin nur durch den mechanischen Reiz beim Deckakt ausgelöst wird. Sie magert dann ab, wird unausgeglichen und freudlos. Manchmal wird sie dann auch unsauber. Nach einigen Jahren kann eine Gebärmuttervereiterung hinzukommen.

Würde man ihr freien Auslauf gewähren, wäre sie schnell gedeckt und bald wären unerwünschte Katzenkinder da!

Oft wird befürchtet, dass dem Tier durch eine Kastration Lebensfreude und Temperament genommen werden. Dies ist aber keineswegs der Fall. Kater wie Rüde werden menschenbezogener und durch ihre Ausgeglichenheit leichter zu handhaben.

Bei der Hündin fallen in Zukunft Läufigkeit und eventuelle Scheinträchtigkeiten weg.

Zu beachten ist allerdings, dass die Futterverwertung besser wird und das Körpergewicht durch eine sinnvolle Fütterung unter Kontrolle gehalten werden sollte.

Hormonpräparate müssten regelmäßig gegeben werden und die Gefahr von Gebärmuttervereiterungen und Gesäugetumore wird nicht gebannt.

Die Präparate sollten deshalb nur kurzfristig zur Überbrückung bis zu einer Operation verabreicht werden.

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